Conga
Spielmannszug erweitert den Percussion - Bereich um ein neues Instrument
Mit Beginn dieses Jahres (2003) ist der Spielmannszug im Besitz eines neuen Instrumentes, den "Congas" (2ér Satz aus Tumba & Conga). Dieses neue Instrument, das bisher nur leihweise zur Verfügung stand, schließt eine Lücke im Percussion - Bereich und nachfolgend möchte ich dieses Instrument nun vorstellen.
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Zur Geschichte der Congas lässt sich feststellen, das sie durch afrikanische Sklaven nach Kuba gelangten, von wo aus sie zunächst in ganz Lateinamerika Verbreitung fanden. Wahrscheinlich gehören diese Handtrommeln zu den ältesten Instrumenten überhaupt, mit deren Klang die Menschen ihre Götter anriefen und über deren faszinierenden Klang sie mit Ihnen kommunizierten.
Infolge der Einführung der afro-kubanischen Musik in den USA, in den vierziger Jahren, haben die Conga´s ihre Weltbekanntheit erhalten.
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In den letzten Jahren sind die Conga´s immer häufiger in Bands, Orchestern, Jazz-Formationen, Big Bands und nicht zuletzt auch in Spielleuteorchestern zu finden.
Es gibt drei Typen von Congas, die im Durchmesser unterschiedlich sind: das "Quinto", das kleinste mit der hohen Klangfarbe (Felldurchmesser 28cm), das "Tumba" mit der tiefsten Tonart (Felldurchmesser 32cm) und das "Conga" (Felldurchmesser 30cm), das sich in der Tonhöhe zwischen den beiden befindet.
Das Tumba (auch "Tumbadora" genannt) erzeugt beeindruckende Bässe und das Quinto und Conga spielen das Solo, oder begleiten die Grundrhythmen in ihren Variationen. Im Percussion - Bereich der Spielmannsmusik werden jedoch nur Tumba und Conga verwendet, das Quinto findet seine Anwendung eher in anderen Formationen zum Spielen einer Solostimme in hoher Stimmung.
Vom Aufbau sind die Conga´s ein runder sich nach unten verjüngender Holzkörper der aus aneinander geklebten Leisten besteht, die aus hartem Holz gleichlang geschnitten werden. In neuester Zeit werden auch Kessel aus Fiberglas hergestellt, die wesentlich robuster sind. Wir haben uns dennoch für Holzkörper entschieden, da sie einen weicheren Ton mit kräftigem Bass erzeugen. Für das Schlagfell wird unbehandeltes Rinderfell in einer Stärke von 1 bis 3mm genutzt. Das Schlagfell wird dabei je nach Conga-Typ unterschiedlich stark mit Hilfe eines Spannringes gleichmäßig gespannt. Der Spannring befindet sich ca. 3 Zentimeter unterhalb vom oberen Rand des Instrumentes, um beim Spiel Verletzungen an den Händen zu vermeiden. Zum Transport werden die Conga´s in speziell dafür gefertigte Taschen verpackt, die vor Transportschäden schützen. Ein umsichtiger Umgang mit den Conga´s ist jedoch grundsätzlich notwendig, da diese Instrumente naturgemäß auch empfindlich gegen Umgebungseinflüsse (Feuchtigkeit, Wärme, Sonne) sind.
Abschließend noch einige Informationen zum Spiel der Conga´s. In der Grundhaltung bilden die Daumen und Zeigefinger beider Hände ein Dreieck. Die Hände liegen bis etwa zu einem Drittel der Handflächen auf dem Schlagfell. Bei dem sogenannten offenen Schlag (open stroke) wird mit dem oberen Drittel der Handflächen auf den Fellrand geschlagen. Der gedämpfte Schlag (muffled stroke) wird mit den Händen so geschlagen, das die Handflächen dabei auf dem Rand des Schlagfelles liegen bleiben, d.h. nur die geschlossenen Finger führen den Schlag aus. Schlägt man mit den Händen auf die Fellmitte entsteht der tiefste Klang. Dieser Schlag nennt sich Bass-Schlag (bass stroke).
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