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Spielmannsexpress 2002 mit rasanter Fahrleistung
Der etwas anderer Jahresrückblick
"SoooŽ Emma, Feierabend" - treffender als mit den Worten von "Lukas dem Lokomotivführer" hätte der Spielmannsexpress aus Avenwedde wohl nicht in eine wohlverdiente Auszeit zur Jahreswende fahren können.
Es war ein an Stationen reich gefüllter Fahrplan, dem der Spielmannszug im vergangenen Jahr mit enormen Tempo folgte, um punktgenau jede Station zu erreichen.
Die großen Bahnhöfe waren sicherlich das Kreiskonzert der Feuerwehrmusik in der Stadthalle Gütersloh, das Pfingstschützenfest in Bedburg, das 4-tägige Übungswochenende in Rüthen, unser Konzert "Ohrwürmer" mit nicht weniger als 400 Zuhörern, und als treffender Abschluss im Zielbahnhof, der große Zapfenstreich zur Ehrung eines altgedienten Zugführers. Den vielen anderen, aber nicht weniger wichtigen Stationen, muss hier die Aufzählung verwärt bleiben, um das Platzangebot dieser Seite nicht zu sprengen.
Und was bleibt dem "Lokomotivführer" nach temporeicher Fahrt an Erkenntnis??? - "es ist um ein vielfaches einfacher einen Zug zu führen, indem jeder seine Aufgabe kennt, souverän wahrnimmt und engagiert gestaltet". Mit diesem Grundgedanken konnten wir erfolgreich die uns selbst gestellten Aufgaben meistern und das Erfolgsrezept ist somit schon genannt.
Also fassen wir die Einträge aus dem Logbuch zusammen: 4880 gemeinsam zurückgelegte Stunden, aufgegliedert in 1596 Auftrittsstunden an 30 Bahnhöfen, 51 Serviceintervalle für Neuerungen und Instandhaltung (auch "Proben" genannt) mit 2364 Stunden und nicht zuletzt 920 Ausbildungsstunden sind eine vorzeigbare Fahrleistung unseres Spielmannsexpress.
Bleibt weiterhin noch zu nennen, das auch die Fortbildung nicht vergessen wurde, welches in 15 erfolgreich abgelegten Lehrgangsbesuchen vor dem Musikausschuss des LFV - NRW zu dokumentieren ist und 3x mit dem Musikabzeichen in Bronze ausgezeichnet wurde.
Auch die besondere Auszeichnung "Ehrenspielmannszug der Schützenbruderschaft Bedburg" wurde eingefahren, die aufzeigt was der Bedburger Bürgermeister so treffend formulierte: "Eine junge und disziplinierte Gruppe die sich engagiert für ihre Musik einsetzt".
Einen Sonderaufenthalt hatte der Zug im September aus Anlass der Hochzeit unserer Kameradin Simone Hergesell. Gerne haben wir diesen Zwischenstop eingelegt.
Beeindruckend war und bleibt auch unsere Nachwuchsschmiede. Hier tummeln sich jeden Wochentag die zur Zeit 23 Schüler des Spielmannszuges; engagiert und begierig ihr Handwerkszeug zu erlernen. Damit motivieren sie auch uns, als Ausbilder / -innen immer wieder aufs Neue, ihren Wissensdurst zu stillen. Das macht nicht nur Spaß, es zeigt auch erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit die für jeden zugänglich ist und bleibt, während an manch anderer Stelle im Ortsteil Avenwedde noch kostenintensiv und krampfhaft nach Konzepten gesucht wird.
Und wenn es dann einen von uns nicht reparablen Schaden zu nennen gibt, dann ist der im Schienennetz zu finden, da hier 10 Prozent weniger investiert wird und das letztendlich auch einem guten Zug nicht besser werden lässt.
Wir wissen einen gut laufenden Spielmannsexpress zu lenken, der bereits erneut Fahrt aufgenommen hat und auch in diesem Jahr wieder neue Bahnhöfe ansteuern wird. Neu im Fahrplan sind das Feuerwehrfest in Verl, sowie das Schützenfest in Halle zu nennen. Auch 2003 wird wieder neue Aufgaben für uns bereit halten, doch im Rückblick sei gesagt, wir dürfen ihnen gelassen entgegenfahren.
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